Einbruchschutz und Sicherheitstechnik
Ich sehe bei meiner Arbeit von innen, wie Türen und Fenster gebaut sind. Das ist eine ungewöhnliche Perspektive auf das Thema Einbruchschutz, und sie führt zu einem nüchternen Ergebnis: Die meisten Einbrüche gelingen nicht, weil der Täter besonders geschickt war, sondern weil eine Schwachstelle offensichtlich war.

Wo tatsächlich eingebrochen wird
Nicht durch die Haustür, jedenfalls meistens nicht. Der übliche Weg führt über Fenster und Terrassentüren im Erdgeschoss, oft an der Gebäuderückseite, wo niemand hinsieht. Ein normales Kunststofffenster lässt sich mit einem Schraubendreher in wenigen Sekunden aufhebeln, wenn es nicht gesichert ist.
Genau deshalb sind Fenster- und Terrassentürsicherungen fast immer die sinnvollere Investition als ein noch teurerer Haustürzylinder.
Was sich lohnt und was nicht
Lohnt sich fast immer
- Abschließbare Fenstergriffe und Pilzkopfverriegelungen an Erdgeschossfenstern und Terrassentüren
- Ein Schutzbeschlag an der Haustür, der verhindert, dass der Zylinder abgebrochen oder gezogen wird
- Ein Sicherheitszylinder mit Bohr- und Ziehschutz, aber nur zusammen mit dem Schutzbeschlag
Lohnt sich nur in bestimmten Fällen
- Zusatzschlösser an der Haustür, wenn die Tür selbst stabil genug ist
- Querriegelschlösser bei nach außen öffnenden oder besonders exponierten Türen
Bringt oft weniger, als der Preis vermuten lässt
- Ein Hochsicherheitszylinder in einer Tür ohne Schutzbeschlag. Der Zylinder wird dann einfach abgebrochen, egal wie gut er ist.
- Technik, die niemand bedient. Eine Anlage, die immer abgeschaltet ist, weil sie nervt, schützt niemanden.
Wie ich berate
Ich komme vorbei, gehe mit Ihnen ums Haus und schaue mir an, wie jemand hineinkommen würde, der es darauf anlegt. Danach bekommen Sie eine Einschätzung, wo die tatsächlichen Schwachstellen sind und in welcher Reihenfolge sich eine Nachrüstung lohnt.
Was Sie von mir nicht bekommen, ist eine Angstverkaufsnummer. Wenn Ihre Fenster in Ordnung sind, sage ich Ihnen das, auch wenn ich Ihnen dann nichts verkaufe.
Kostenloser Tipp vorweg: Die Polizei bietet über die Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen eine kostenlose und herstellerneutrale Beratung zum Einbruchschutz an. Das ist eine gute erste Anlaufstelle, und es gibt für Nachrüstungen unter Umständen auch Fördermittel.
Häufige Fragen
Wo fange ich am besten an?
Bei den Fenstern und Terrassentüren im Erdgeschoss, besonders auf der Gebäuderückseite. Dort passiert der Großteil der Einbrüche. Die Haustür kommt danach.
Brauche ich einen Hochsicherheitszylinder?
Nur zusammen mit einem Schutzbeschlag. Ein hochwertiger Zylinder in einer ungeschützten Tür wird abgebrochen, dann nützt er nichts. Beides zusammen ergibt Sinn, eines allein selten.
Bauen Sie auch Alarmanlagen ein?
Mein Schwerpunkt liegt auf mechanischer Sicherung, also dem, was einen Einbruch verhindert statt ihn nur zu melden. Bei Alarmtechnik berate ich Sie gerne, was sinnvoll ist, und sage Ihnen ehrlich, wenn es jemand anderes besser kann.
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